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Warum ist eigentlich Krieg in der Ukraine?

Jetzt mussten nur noch Weißrussland und die  Ukraine für das westliche Bündnis gewonnen  werden und der Ring um Russlands Grenzen  war geschlossen. Russland brauchte das  alles einfach nur hin nehmen, sich weiter in  Demut geben und der Friede war gesichert-  für die USA und die NATO.  Und nun kommt ein neuer Präsident Putin an  die Macht. Zu Beginn hofierte  man ihn, denn  er war ja von Jelzin auserwählt worden. Auch  im Deutschen Bundestag konnte er seine  Vorstellungen darlegen, man klatschte sogar  fleißig Beifall.    Aber Putin sieht nicht nur Russische Sicherheits-  und ökonomische Interessen bedroht, sondern  kann sich auch mit einer „Kleinen  Regionalmacht“  in Europa nicht abfinden.  Man begreift in Westen, dass die weit gesteckten  Ziele nicht mehr problemlos  erreicht werden  können. Nun wurde Putin plötzlich der „Böse, der  Undemokrat“ und mit ihm Russland gedemütigt,  
beschimpft, vorgeführt und verleumdet.   Weißrussland, vor allem aber die Ukraine schnell in die NATO zu bringen, ging  nicht so  einfach. Zu eng waren die wirtschaftlichen Verbindungen mit Russland.  Vor allem wegen  der Ostukraine mit ihrer Wirtschaftskraft, besonders auf dem Gebiet der Rüstung, war es  nicht so einfach eine Trennung von Russland herbei zuführen. Die Ukrainischen  Rüstungsfirmen waren Hauptlieferanten für Hubschrauber- und Flugzeugtriebwerke, für  Schiffsmotoren, für den Bau der größten Transportflugzeuge in der Welt, für den  Raketenbau und vieles andere mehr.   Es gab und gibt immer noch mit Russland über 400 abgeschlossenen  Wirtschaftsverträge, die zu erfüllen sind. Der Export nach Russland beträgt über 50 %  des Gesamtexports. Die Ukraine hängt aber auch vom russischen Gas sehr stark ab. Der  eigene Verbrauch und der Transit des Gases nach Europa war unter dem Präsidenten  Juschtschenko ständiger Zankapfel des Streites mit Russland. Die Ukraine kam einfach  ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nach, so häuften sich die Schulden an Russland auf  über 11 Milliarden Dollar. Vor allem aber wurde die Krim und der Hafen Sewastopol ein  Problem für beide Seiten. Für Russland ein Alptraum, sich vorzustellen: Sewastopol wird   NATO-Kriegshafen und das Schwarze Meer wird von der NATO und den Amerikaner  beherrscht. Diese Ängste waren real. Als dann Janukowitsch, nach einer Wahl nun neuer  Präsident, das geplante Assoziierungsabkommen mit der EU im November 2013 nicht  unterschrieb und dann auch noch den Vertrag mit Russland  über die Stationierung der  Schwarzmeerflotte  im Hafen von Sewastopol bis 2042 verlängerte, war er nicht mehr für  die USA und EU tragbar.   Dabei hatte er nur erreichen wollen, dass die Ukraine neben der EU, auch mit Russland  vor allem aus wirtschaftlichen Gründen weiter zusammen arbeiten kann. Somit wurde der  „Volkszorn“ wieder organisiert, diesmal auch mit den Faschisten aus der Westukraine.  Der „Aufstand auf dem Maidan“ mit allen bekannten Ergebnissen, fegte mit Gewalt den  gewählten Präsidenten von der Macht. Der Westen, allen voran auch der deutsche  Außenminister, waren die Drahtzieher dieses falschen Spiels. Die Menschen auf der Krim  und im Osten der Ukraine waren mehr als beunruhigt. So kam es zu der  Volksabstimmung auf der Krim und Putin nutzte natürlich diese Gelegenheit zur  Sicherung der russischen Interessen. Hier kann man wahrlich sehr schön darüber  streiten, wer nun Völkerrecht wann und wie gebrochen hat.  

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